Wo ist meine Mutter?

Ich war 18, als mir meine Mutter sagte, dass ich adoptiert sei. Es war der größte Schock meines Lebens und plötzlich kam mir alles und jeder so verlogen vor. Die Menschen, die ich für meine Eltern hielt, waren nicht meine wirklichen Eltern. Ich hatte zwar schon als Kind festgestellt, dass ich anders sei als meine Mutter und mein Vater. Durch die Farbe meiner Augen und Haare, Größe und Carakterzüge hebte ich mich schon immer von den beiden ab, doch das es genetische Gründe haben würde, hätte ich nie gedacht. Das Geständnis meiner Eltern ist nun 5 Jahre her, seit dem bin ich auf der Suche nach meiner biologischen Mutter. Ich sehe das Ganze zwar heute anders und schätze meine Eltern noch mehr, denn nicht das Genmaterial, sondern die Erziehung und Liebe macht sie zu Eltern.
Doch in mir hatte sich immer mehr der Drang aufgebaut, herauszubekommen wer und wie meine Mutter war. Ich wollte sehen, wo ich meine Charakterzüge oder Augenfarbe her hatte. Doch es war beinahe unmöglich etwas über sie herauszufinden. Meine Eltern hatten mich direkt nach der Geburt adoptiert und selbst hatten sie sie nie gesehen. Krankenhaus, Ämter und Adoptionsstelle wollten und konnten mir nicht weiterhelfen. Ich bekam also nicht mal einen Namen. In meiner Verzweiflung griff ich nach jedem Strohhalm und so führte mich mein Weg eines Tages zu einer Hellseherin. Ich wusste nicht, was ich erwarten sollte, denn von dem Handwerk des Hellsehens hielt ich bis lang nicht viel. Eine Freundin empfiehl mir diese Hellseherin, zu der ich ging. Sie war eine geheimnisvolle Frau, der man ihre Gabe beinahe ansah. Nach der Begrüßung nahm sie meine Hand und kannte mein Problem. Sie wusste es und das machte mir schon fast Angst. Wir unterhielten uns kaum, denn sie sprach meine Gedanken aus. Um jedoch herauszufinden, wo meine Mutter heute leben würde, nahm die Hellseherin eine Landkarte von Deutschland und ein Pendel. Sie ließ das Pendel über der Karte kreisen und wie durch Zauberhand fiel das Pendel plötzlich auf die Karte – Berlin. Als Nächstes nahm sie meine Hand ein weiteres Mal, schloss die Augen und sagte plötzlich einen Namen. „Ariane Hoffmann“. Es war unglaublich! Durch die Hellseherin hatte ich nun neue Hoffnung. Ich hatte einen Namen und einen Ort.
Gleich nach dem Ich mich von der Hellseherin verabschiedet hatte, ging ich ins nächste Internetcafé um „Ariane Hoffmann“ zugoogeln. Es gab sie tatsächlich und sie war Zahnärztin in Berlin. Ich beschloss, zu ihr in die Praxis zu fahren. Wenige Tage später saß ich in ihrer Praxis und schon bei der Begrüßung spürte ich, dass die Hellseherin recht haben musste. Ich hielt auch nicht lange hinter dem Berg und platze förmlich mit meinen Gedanken heraus. Ariane fing an zu weinen und ich wusste sie war es! Sie hatte mich auch schon so lange gesucht und mich jetzt zu sehen erfüllt ihr den größten Traum.